Wer bereits eine FRITZ!Box mit angeschlossenem USB-Datenträger einsetzt, kann dessen FRITZ!NAS-Freigabe auch als Aufnahmeziel bzw. Medienquelle für die Enigma2-Box verwenden – ganz ohne separates NAS-Gerät.
Stand: 2026, allgemeine FRITZ!OS-Schritte weiterhin gültig. Für die technische Einbindung als Netzwerkfreigabe siehe auch Netzwerkfreigaben & NAS, hier speziell die FRITZ!Box-Seite.
- Datenträger an einen USB-Port der FRITZ!Box anschließen (USB 3.0 bevorzugt, falls vorhanden).
- Dateisystem: von der FRITZ!Box unterstützt werden NTFS und FAT32/exFAT. Wurde der Datenträger zuvor an einem Mac verwendet, legt macOS häufig eine zusätzliche EFI-Partition an, die eine korrekte Erkennung durch die FRITZ!Box stören kann – Abhilfe schafft eine komplette Neuformatierung, unter Windows z. B. über das Kommandozeilentool
diskpart.
- ⚠️ FAT32 begrenzt einzelne Dateien auf 4 GB (siehe auch FAT32-Limit bei Aufnahmen) – für Aufnahmen ungünstig, NTFS ist hier meist die bessere Wahl.
- FRITZ!OS → Heimnetz → USB-Geräte: prüfen, ob der Datenträger korrekt mit Dateisystem und Kapazität angezeigt wird.
- FRITZ!OS → Heimnetz → Speicher (NAS): USB-Speicher aktivieren; auf den internen FRITZ!Box-Speicher (sehr klein) nicht schreiben. Medienserver-Funktion (DLNA-Indizierung) und Online-Speicher können bei Bedarf deaktiviert bleiben, wenn nicht benötigt.
- FRITZ!OS → System → FRITZ!Box-Benutzer: eigenen, separaten Benutzer nur für den NAS-Zugriff anlegen (nicht den Haupt-Account verwenden) – reduziert die Rechte auf das Nötige. Zugriffsrecht auf das gewünschte Verzeichnis des angeschlossenen Datenträgers zuweisen (nicht "gesamten verfügbaren Speicher", das würde auch den internen Flash-Speicher der FRITZ!Box einschließen).
- FRITZ!OS → FRITZ!NAS: gewünschte Ordnerstruktur anlegen, z. B. einen
movie-Ordner für Aufnahmen (passend zum Standardpfad von Enigma2).
- Menü → Einstellungen → System → Netzwerk → externe Freigaben einbinden (Netzwerk-Browser) – findet die FRITZ!NAS-Freigabe automatisch im Netz.
- Beim ersten Verbindungsversuch nach Benutzername/Passwort des zuvor angelegten FRITZ!Box-Benutzers fragen lassen und eingeben.
- Einbindungsmethode fstab wählen, damit die Freigabe bei jedem Bootvorgang zuverlässig zur Verfügung steht (siehe auch die Abwägung AutoFS vs. fstab unter Netzwerkfreigaben & NAS).
- Bei Boxen ohne eigene interne/angeschlossene Festplatte: Option "als HDD-Ersatz benutzen" aktivieren – die Freigabe wird dann direkt als
media/hdd eingebunden. Bei Boxen mit vorhandener Festplatte diese Option auf "Nein" lassen.
- Menü → Aufnahme & Timeshift → Standard-Filmverzeichnis auf den entsprechenden Ordner der FRITZ!NAS-Freigabe umstellen (z. B.
media/hdd/movie, falls als HDD-Ersatz eingebunden).
- Für den Enhanced Movie Center (EMC): Menü → EMC-Einstellungen → Stammverzeichnis und "Zukunftsbeschränkung" (oberste erreichbare Ebene beim Navigieren) ebenfalls auf die FRITZ!NAS-Freigabe setzen.
Läuft bereits eine Aufnahme, lässt sich bei einer Box mit nur einem nutzbaren Tuner (kein Multituner/FBC-Tuner) parallel nur noch ein Kanal desselben Transponders anschauen – unabhängig davon, ob auf FRITZ!NAS oder lokal aufgenommen wird.