Kodi (früher XBMC) lässt sich auf leistungsfähigeren Enigma2-Boxen als zusätzliches Plugin installieren und läuft dann parallel zur regulären Enigma2-Oberfläche – per Hotkey (z. B. langer Druck auf die gelbe Taste) lässt es sich starten und wieder verlassen.
⚠️ Nicht jede Box eignet sich dafür: Kodi benötigt spürbar mehr Rechen- und Grafikleistung als die normale Enigma2-Oberfläche, u. a. OpenGL-Unterstützung der Box-Hardware für eine flüssige Darstellung. Welche Boxen aktuell unterstützt werden und wie gut die Performance ist, hängt stark vom jeweiligen Chipsatz ab – im Zweifel vorab im Forum der eigenen Firmware/Box nachlesen.
Kodi wird regulär über den Plugin-Manager installiert. Nach der Installation lässt es sich wie beschrieben per Hotkey starten; der Start dauert je nach Box wenige Sekunden.
Anders als eine eigenständige Kodi-Installation auf einem PC oder Android-Gerät bringt das Enigma2-Kodi-Plugin keinen eigenen Netzwerk-Client (SMB/NFS) mit – es nutzt stattdessen die von Enigma2 selbst eingebundenen Freigaben. Das bedeutet in der Praxis:
media/net (Standardpfad für per Netzwerk-Browser eingebundene Freigaben).media/net) selbst als Quelle einzutragen, sonst findet Kodi keine Dateien.Die Grundbedienung folgt dem aus PC-/Android-Kodi bekannten Schema: Filme, Serien und Musik werden über eigene Quellen eingebunden, für Filme/Serien lässt sich zusätzlich die Online-Datenbank für Metadaten (Cover, Beschreibung) und die Sprache wählen. Verschiedene Ansichtsmodi (z. B. Poster-, Info-Wall- oder Listenansicht) lassen sich pro Bibliothek einstellen.
Für vollen Zugriff auf alle Kodi-Einstellungen empfiehlt sich der Expertenmodus in den Kodi-Einstellungen – im Standardmodus sind einige Optionen ausgeblendet.
Bei manchen Verstärkern/AV-Receivern kann es bei AC3-Tonspuren zu Wiedergabeproblemen kommen; in diesem Fall hilft in den Kodi-Audioeinstellungen eine Downkonvertierung auf Stereo bzw. das Deaktivieren der Passthrough-Weiterleitung.