OpenATV bietet drei grundlegende Suchlauf-Arten: automatischer Suchlauf, manueller Suchlauf und Kabel-Suchlauf. Welche Variante sinnvoll ist, hängt vom Empfangsweg (Sat/Kabel/Terrestrisch) und davon ab, wie genau man das Ergebnis steuern will.
Stand: OpenATV 7.x. Der Suchlauf-Code wurde von den OpenATV-Entwicklern in den letzten Versionen überarbeitet/vereinfacht – Menüpfade und Optik können sich daher je nach Version leicht unterscheiden.
- Durchsucht je nach vorhandener Tuner-Ausstattung (Sat/Kabel/Terrestrisch) automatisch alle aktiven Tuner. Nicht benötigte Tuner-Typen lassen sich vor dem Start abwählen, um den Suchlauf einzuschränken (z. B. nur Astra statt zusätzlich Kabel und DVB-T2).
- Vor dem Suchen löschen leert die vorhandene Senderdatenbank komplett, bevor der neue Suchlauf startet – aus dieser Datenbank werden anschließend auch Favoritenlisten gespeist.
- Netzwerksuchlauf (NIT): Ist diese Option aktiv, liest die Box zusätzlich die vom Anbieter auf dem Transponder mitgesendete Netzwerkliste (NIT) ein und findet darüber alle in diesem Netz belegten Transponder – bei gut gepflegter NIT (z. B. bei Astra/SES oder vielen Kabelanbietern) liefert das i. d. R. das vollständigste Ergebnis. Ist die Option deaktiviert, nutzt die Box stattdessen die interne, mitgelieferte Transponderliste (
satellites.xml bzw. die entsprechende Kabel-/Terrestrik-Liste) für den jeweiligen Empfangsbereich.
- Hier wählt man gezielt Tuner, Satellit/Provider bzw. bei Kabel/Terrestrik die Region sowie einen einzelnen Transponder (vordefiniert, benutzerdefiniert oder den aktuell laufenden) aus.
- Empfehlenswert, wenn der Suchlauf gezielt eingeschränkt werden soll (z. B. nur ein bestimmter Satellit/eine bestimmte Region) statt eines kompletten Bandscans.
- Auch hier lässt sich der Netzwerksuchlauf pro Transponder aktivieren; ein empfohlenes Vorgehen ist, auf einem bereits empfangbaren Sender zu bleiben, den manuellen Suchlauf mit aktiviertem Netzwerksuchlauf nur auf dessen Frequenz zu starten und die Box darüber die restlichen Transponder des Netzes finden zu lassen.
- Bei Kabel gilt: Ist die NIT des Anbieters (z. B. Vodafone) gut gepflegt, liefert der manuelle Suchlauf mit Netzwerksuchlauf oft zuverlässigere Ergebnisse als ein reiner Frequenzscan.
- Ohne Netzwerksuchlauf durchsucht die Box bei Kabel/Terrestrik wahlweise den kompletten bekannten Frequenzbereich ("Brute Force All"), was deutlich länger dauert als ein gezielter Suchlauf über NIT oder interne Transponderliste.
- Eigene Betriebsart speziell für DVB-C: Hier trägt man die vom Kabelanbieter genannte Frequenz ein, auf der dieser seine vollständige Senderliste anbietet – vergleichbar mit dem Suchlauf, den auch handelsübliche Fernseher am Kabelanschluss durchführen.
- Zusatzoptionen dabei: Sendernummerierung gemäß Anbietervorgabe übernehmen, HD-Sender separat markieren, sowie ein täglicher automatischer Suchlauf im Hintergrund.
- Funktioniert nur zuverlässig, wenn die eingetragene Frequenz und die übrigen Empfangsparameter zum jeweiligen Kabelnetz passen; bei Problemen empfiehlt es sich, die korrekte Frequenz/Transponderliste beim eigenen Kabelanbieter zu erfragen oder aus einschlägigen Senderlisten-Datenbanken zu entnehmen.