Die Bildeinstellungen steuern, wie die Box das Videosignal über den Videoausgang (in der Regel HDMI) an den Fernseher überträgt: Auflösung, Bildwiederholrate, Seitenverhältnis-Verhalten und HDR/Farbtiefe.
Stand: OpenATV 7.x, HiSilicon-Chipsatz-Boxen mit HDMI-Ausgang. Ältere Boxen mit zusätzlichem Komponentenausgang bieten hier weitere, separat konfigurierbare Ausgänge.
Menü → Einstellungen → Bild → Bildeinstellungen.
- Welcher Video-Ausgang zur Auswahl steht, hängt vom jeweiligen Boxmodell ab (bei reinen HDMI-Boxen nur HDMI, bei älteren Modellen ggf. zusätzlich Komponentenausgang).
- Die im Modus verfügbaren Auflösungen hängen von der Option "Nicht unterstützte Modi erlauben" ab: Ist sie ausgeschaltet, verhandelt die Box per HDMI/EDID nur die vom angeschlossenen Bildschirm gemeldeten Auflösungen. Ist sie eingeschaltet, werden zusätzlich Auflösungen angeboten, die laut EDID-Meldung nicht unterstützt werden – das kann in Einzelfällen helfen (z. B. bei fehlerhafter EDID-Erkennung), kann aber auch zu einem schwarzen Bild führen, falls der Fernseher den gewählten Modus tatsächlich nicht darstellen kann.
- Zwischengeschaltete Geräte (AV-Receiver, Capture-Karten, Splitter) können die tatsächlich nutzbare Maximalauflösung zusätzlich einschränken.
- Die Bildwiederholrate lässt sich fest auf 50 Hz (Standard in Europa, entspricht der 50-Hz-Netzfrequenz) oder 60 Hz (USA/Kanada) stellen oder auf "Multi"/"Auto", wodurch Box und Fernseher die Rate per HDMI aushandeln.
- Pillarbox (Standard bei 4:3-Inhalt auf 16:9-Ausgabe): Bild bleibt unverändert, links und rechts werden schwarze Balken ergänzt.
- Letterbox: schwarze Balken oben/unten, um z. B. breitere Formate (etwa Cinemascope, ca. 2,38:1) dazustellen, ohne das Bild zu beschneiden oder zu verzerren.
- Pan & Scan: zoomt in die Bildmitte, sodass der Bildschirm vollständig ausgefüllt wird – dabei geht am Bildrand (oben/unten bzw. links/rechts) Bildinhalt verloren, das Seitenverhältnis selbst bleibt aber unverzerrt.
- Linear gestreckt: das Bild wird gleichmäßig in alle Richtungen gestreckt, um den Bildschirm zu füllen – im Gegensatz zu einer einseitigen Streckung führt das nicht zu verzerrten ("gestauchten") Proportionen, das Bild wirkt aber ggf. leicht anders skaliert als im Original.
- Für spezielle Formate (z. B. explizit 2,38:1 für Cinemascope-Ausstrahlungen bei Pay-TV-Sendern) lassen sich zusätzlich Offset-Werte einstellen.
Die Box verfügt über einen eigenen Hardware-Scaler; die Skalierschärfe wirkt sich auf das gesamte Bild aus (nicht auf das OSD/Menü). Zu hoch eingestellt kann das Bild "kantig"/verrauscht wirken, zu niedrig eher unscharf.
- HDMI-CEC-Steuerung: aktiviert die Kommunikation zwischen Box, Fernseher und ggf. AV-Receiver über HDMI (z. B. für automatische Signalumschaltung); lässt sich bei Problemen auch komplett deaktivieren.
- HDR10-Unterstützung und Dolby-Vision-Optionen sind stark modellabhängig – auf manchen (insbesondere neueren) OpenATV-Modellen fehlen einzelne dieser Einstellungen inzwischen im Menü, je nach Chipsatz/Firmware-Version.
- 10-Bit/12-Bit erzwingen: ist für normalen TV-Empfang in der Regel nicht nötig, da reguläre Broadcast-Signale meist mit 8 Bit gesendet werden – ein Erzwingen von 10/12 Bit skaliert das Signal lediglich hoch, ohne zusätzliche Bildinformation zu gewinnen. Relevant ist die Option vor allem bei angeschlossenen, farbgenau kalibrierten Referenzbildschirmen im Broadcast-Bereich mit entsprechend hochwertigem Quellmaterial.