Aufnahmefunktionen sind fester Bestandteil jedes Enigma2-Receivers. Voraussetzung ist lediglich ein angeschlossenes bzw. eingebautes Massenspeichermedium mit passendem Dateisystem.
Stand: OpenATV 7.x. Menüpfade können sich je nach Version leicht unterscheiden.
- FAT32 (Werksformatierung vieler USB-Sticks): funktioniert grundsätzlich, begrenzt einzelne Aufnahmedateien aber auf maximal 4 GB – bei Full-HD-Aufnahmen ist dieses Limit oft schon nach rund zwei Stunden erreicht. Enigma2/OpenATV erstellt dann automatisch eine Folgedatei (Splitting); die Wiedergabe innerhalb der Box (z. B. über den Enhanced Movie Center/EMC) zeigt die Teile als eine durchgehende Aufnahme an, beim externen Sichern (z. B. per FTP) bleiben es jedoch mehrere Einzeldateien.
- NTFS: Lesen und Schreiben funktionieren, setzen aber den zusätzlich zu installierenden ntfs-3g-Treiber voraus. NTFS erzeugt im Vergleich zu den Linux-nativen Dateisystemen eine höhere CPU-Last und geringeren Durchsatz – bei mehreren parallelen Aufnahmen bzw. gleichzeitigem Aufnehmen und Wiedergeben ist NTFS deshalb nicht empfehlenswert.
- Empfohlen werden die Linux-nativen Dateisysteme EXT3/EXT4 (siehe auch Schnellstartmenü zur Formatierung); neuere OpenATV-Versionen unterstützen zudem exFAT.
- XFS wird von Enigma2/Linux auf den meisten Boxen schlechter unterstützt als EXT4.
- USB-Sticks sollten nur eine Partition besitzen – mehrere Partitionen können bei der automatischen Einbindung zu Problemen führen.
- Interne Festplatten/SSDs (meist per SATA verbaut) stehen nach dem Einbau nicht sofort zur Verfügung und müssen ggf. erst initialisiert werden; USB-Sticks werden i. d. R. sofort erkannt (sofern nicht bereits anderweitig vorformatiert/partitioniert).
- Prüfen lässt sich der Mount-Status über blaue Taste + gelbe Taste: zeigt Gerätepfad, Mountpoint (z. B.
media/hdd) und verfügbaren Speicherplatz. Wird der Datenträger dort nicht mit vollem Speicherplatz angezeigt, empfiehlt sich eine Formatierung über Menü → Einstellungen → System → Speichergeräte → Speichergerät formatieren.
Der Standard-Aufnahmepfad ist media/hdd/movie. Einsehen/anpassen lässt er sich unter Menü → Aufnahme & Timeshift → Aufnahme (Standardverzeichnisse für Filme, Sofort- und Timer-Aufnahmen). Für Timeshift ist der konkrete Pfad irrelevant – hier zählt nur, dass überhaupt ein Massenspeicher korrekt gemountet ist (siehe oben).
- Sofortaufnahme: über die Aufnahmetaste (roter Punkt) auf der Fernbedienung; anschließend wählbar zwischen "nur diese Sendung", "unbegrenzt" oder einer manuell festgelegten Aufnahmedauer/-endzeit.
- Timer-Aufnahme: in der Regel direkt aus dem EPG heraus angelegt (grüne Taste → Timer).
Für strukturierte Archive lassen sich Unterordner in media/hdd/movie anlegen, z. B. über den mitgelieferten Dateimanager (File Commander): zum Zielort navigieren → Menü-Taste → neuen Ordner erstellen.
Damit ein neuer Unterordner auch als Aufnahmeziel auswählbar ist, muss er zusätzlich als Enigma2-Lesezeichen hinterlegt werden:
- Enhanced Movie Center (EMC) öffnen (Taste PVR/Video – abhängig von der Fernbedienung).
- Menü → Enigma2-Lesezeichen → zur Dateiliste wechseln (Menü → "zur Dateiliste wechseln").
- Zielordner auswählen, mit der gelben Taste als Lesezeichen hinzufügen.
- Wichtig: In den Ordner kurz hineinnavigieren, bevor man das Menü verlässt – wird das Menü sofort verlassen, wird das Lesezeichen nicht gespeichert.
Der neue Ordner steht danach beim Anlegen eines Timers unter "Aufnahmeort" zur Auswahl.